REDEN

REDE IM BUNDESTAG // 26. JANUAR 2012

Rente für DDR-Flüchtlinge nach ursprünglichen Zusagen

Menschen, die aus der DDR geflüchtet oder ausgereist sind oder von den Behörden ausgewiesen wurden, erhielten in der Bundesrepublik eine Rente nach dem sogenannten „Fremdrentenrecht“ zugesprochen. Sie wurden so gestellt, als hätten sie ihr Erwerbsleben in der Bundesrepublik zurückgelegt. Das gilt inzwischen nur noch für vor 1937 Geborene. Das ist ein massiver Vertrauensbruch. Die Linke unterstützt die Forderung von Betroffenen nach einer Altersversorgung gemäß den früheren Zusagen.

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REDE IM BUNDESTAG // 16. Dezember 2011

Gleiche Rente für gleiche Lebensleistung

Auf den Sankt Nimmerleinstag will die Bundesregierung offensichtlich nun ein einheitliches Rentenrecht in Ost und West vertagen. Damit hebelt sie ihren eigenen Koalitionsvertrag aus und bricht ihre Versprechen gegenüber den Menschen in Ostdeutschland. Dennoch gibt die Bundesregierung die Rentenüberleitung Ost als reine Erfolgsgeschichte aus. Die Linke indes sieht viele Probleme offen und verlangt gleiche Rente für gleiche Lebensleistung in Ost und West. ... DOWNLOAD (PDF)

REDE IM BUNDESTAG // 15. Dezember 2011

Lohnunterlagen weiter zugänglich halten

zu Protokoll gegeben
Die Aufbewahrungsfrist von Lohnunterlagen aus DDR-Zeiten soll nach Willen von Union und FDP zum 31. Dezember 2011 enden. Aber nur wer Beschäftigungszeiten und Einkommen exakt belegen kann, erhält die ihm zustehende Rente. Nach Angaben aus der Deutschen Rentenversicherung hatten im Sommer noch etwa 648.000 Menschen Nachweislücken. Deshalb muss der Zugriff auf die Lohnunterlagen weiter möglich sein. ...

REDE IM BUNDESTAG // 01. Dezember 2011

Klägliche erste Schritte eines Marathons

Dringender Handlungsbedarf besteht, um die gesundheitliche Versorgung überall, in Stadt und Land, für jede und jeden, die oder der Hilfe braucht, wirklich flächendeckend zu sichern. Der vorliegende Gesetzentwurf ist dazu alles andere als ein großer Wurf. Das Gesetz beinhaltet erste klägliche Schritte eines notwendigen Marathons. Die Regierung rühmt sich damit, erstmalig kein Kostendämpfungsgesetz gemacht zu haben. Das stimmt. Dieses Gesetz bringt Mehrkosten in noch unkalkulierbarer Höhe mit sich. Diese nimmt die Regierung hin, weil sie mit den Zusatzbeiträgen, der Kopfpauschale durch die Hintertür, dafür gesorgt hat, dass alle Ausgabensteigerungen allein von den Versicherten getragen werden müssen: Arbeitgeber und Staat sind von den Zahlungsverpflichtungen ausgenommen. So lassen sich leicht Regelungen für Zuwächse beim Honorar der Ärzte und Zahnärzte machen, die nicht einmal die Ärztinnen und Ärzte erreichen, die es wirklich brauchen. ...

REDEN // 22. November 2011

Endlich gute Prävention, Krankenhäuser und unabhängige Forschung finanzieren

Krankenhäusern fehlt Geld für Investitionen, Rehaausgaben sind trotz steigendem Bedarfs gedeckelt, Mutter-/Vater-Kind Kuren werden von den Kassen abgelehnt, Gesundheitsförderung und Prävention wird nicht ausreichend finanziert, obwohl sie notwendig sind, um den demographischen Wandel positiv zu gestalten. Das ist die Politik der Bundesregierung. Durch die Kopfpauschale und die Zusatzbeiträge versuchen Krankenkassen, ihre Kosten zu senken und vermeiden Ausgaben zu Lasten der Versicherten. DIE LINKE fordert eine andere Politik: eine Milliarde für Prävention, 2,5 Milliarden für Krankenhausinvestitionen und und 500 Millionen für unabhängige Forschung. Finanziert werden kann dies durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, eine Millionärssteuer und eine Abgabe auf Boni in der Finanzmarktbranche. ...

REDEN // 10. November 2011

Aufbewahrungsfrist der Lohnunterlagen von DDR-Betrieben verlängern

zu Protokoll gegeben
Zeitungen schreiben darüber, im Radio und im Fernsehen gibt es Hinweise, Kommunen machen darauf aufmerksam, Gewerkschaften und Sozialverbände informieren. Auch Sozialministerien und die Deutsche Rentenversicherung äußern sich inzwischen zum bevorstehenden Ablauf der Aufbewahrungsfrist von Lohnunterlagen aus DDR-Zeiten. Dabei hatte die Bundesregierung mir im April auf eine diesbezügliche Frage noch wie folgt geantwortet: „Handlungsbedarf für eine gesonderte Information der Öffentlichkeit über den endgültigen Ablauf der Aufbewahrungsfrist wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesehen, da der Fristablauf lange genug bekannt ist.“ Zum Glück haben sich damals dennoch einige Zeitungen dieses Themas angenommen, das inzwischen solche Aufmerksamkeit findet. Und das zu Recht, denn die Lohnunterlagen, die u.a. Auskunft über die Höhe der Einkommen und über Beschäftigungszeiten geben, sind unverzichtbar für die Sicherung von Rentenansprüchen. Fehlende Lohnunterlagen können dazu führen, dass Rentenansprüche gemindert werden oder im schlimmsten Falle ganz verloren gehen ...

REDEN // 21. Oktober 2011

Gesundheit und Pflege solidarisch finanzieren

Während sich die Koalitionäre nur streiten und diskutieren, ließen wir in diesem Jahr von einem unabhängigen Gutachter die Potenziale berechnen, die unser Konzept hat. Der Berechnung wurde ein makroökonomisches Simulationsmodell mit 811 Gleichungen, allein 155 für das Submodell Gesundheitsökonomie, zugrunde gelegt. Wir haben darin 50 Jahre Stützzeiträume und Mehrrundeneffekte berücksichtigt. Bei der Pflege haben wir nicht, wie es bei der Gesundheit der Fall war, das Niveau bei der Versorgung eins zu eins beibehalten, sondern wir haben auch noch ein Sofortprogramm eingetaktet, durch das der Preisverlust in Höhe von 15 Prozent seit 1995 ausgeglichen werden soll und in dem die Sachleistungen um 25 Prozent höher liegen. Dies ist der dringende Handlungsbedarf, der sich ergibt, bevor Sie es schaffen, die neue Pflegedefinition umzusetzen. ...

REDEN // 23. September 2011

Vollmundige Ankündigungen und keine, falsche oder nur halbherzige Taten

Das Versorgungsstrukturgesetz kündigt an, die gesundheitliche Versorgung der Menschen zu verbessern. Aber zum einen engt die Bundesregierung die Versorgung allein auf ambulante Ärztinnen und Ärzte ein und zum anderen versorgt sie zwar diese Ärzteschaft, aber verbessert die ambulante ärztliche Versorgung der Menschen nicht. Weder hat sie vernünftige Regelungen gegen Unterversorgung noch tut sie etwas gegen Überversorgung. Bei alledem operiert die Bundesregierung weiterhin mit veralteten, nie wissenschaftlich unterlegten Bedarfszahlen aus dem Jahre 1990. Das erste Mal überhaupt hat das Finanzministerium in starker weise Einfluss auf ein Gesundheitsgesetz genommen. Durch die Einführung der Kopfpauschale mit dem Sozialausgleich nimmt der Finanzminister direkt Einfluss auf die Gesundheitsausgaben. Und die Entscheidung, ob Geld in Banken oder in die medizinische Versorgung investiert wird, fällt bei dieser Regierung immer zugunsten der Banken aus. ...

REDEN // 21. September 2011

Erforderliche Bewilligung von Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen gewährleisten

zu Protokoll gegeben
Mutter-/Vater Kind Maßnahmen stellen eine wichtige Möglichkeit dar, Mütter und Väter zu unterstützen, sich und die Kinder gesund zu erhalten. Deshalb wurden sie mit dem GKV-Finanzierungsgesetz zur Regelleistung der Kassen gemacht. Danach wurden tatsächlich mehr Kuren bewilligt. Seit letztem Jahr - zeitgleich mit der Einführung der Zusatzbeiträge - nahmen die Bewilligungen wieder ab. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass das Bewilligungsverfahren der Krankenkassen nicht den notwendigen Standards entspricht und empfahl auch gesetzlche Klarstellungen. Alle anderen Fraktionen wollen das Problem lösen, in dem sie den Ball zu den Kassen zurückspielen. Nur DIE LINKE fordert mit ihrem Antrag die empfohlene gesetzliche Klarstellung. ...

REDEN // 21. September 2011

Erforderliche Bewilligung von Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen gewährleisten

Mutter-/Vater Kind Maßnahmen stellen eine wichtige Möglichkeit dar, Mütter und Väter zu unterstützen, sich und die Kinder gesund zu erhalten. Deshalb wurden sie mit dem GKV-Finanzierungsgesetz zur Regelleistung der Kassen gemacht. Danach wurden tatsächlich mehr Kuren bewilligt. Seit letztem Jahr - zeitgleich mit der Einführung der Zusatzbeiträge - nahmen die Bewilligungen wieder ab. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass das Bewilligungsverfahren der Krankenkassen nicht den notwendigen Standards entspricht und empfahl auch gesetzlche Klarstellungen. Alle anderen Fraktionen wollen das Problem lösen, in dem sie den Ball zu den Kassen zurückspielen. Nur DIE LINKE fordert mit ihrem Antrag die empfohlene gesetzliche Klarstellung. ...

REDE IM BUNDESTAG // 07. JULI 2011

Die Einzelfallentscheidung zur PID wird allen dargelegten Perspektiven am ehesten gerecht.

Der Deutsche Bundestag hat heute der begrenzten Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) zugestimmt. Martina Bunge spricht sich in ihrer Rede zur Debatte um die PID für eine Zulassung des Verfahrens aus.

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REDE IM BUNDESTAG // 01. JULI 2011

Gesundheitsförderung und Prävention weiter denken

Gesundheitsförderung und nichtmedizinische Primärprävention können intensiv zum Wohlbefinden und zur Gesundheit der Menschen beitragen sowie soziale Ungerechtigkeiten bei der Gesundheit verringern. Dazu rmüssen sie als gesamtgesellschaftliche Aufgaben verstanden sowie finanziell und strukturell gestärkt werden. Gute Gesundheitsförderung gelingt nur, wenn die Menschen in den Lebenswelten erreicht, umfassend beteiligt und mit ihnen ihr Umfeld gesundheitsförderlich gestaltet wird. Die Regierung will den Menschen die Schuld an ihrer Krankheit geben und bestimmte Gesundheitsverhaltenweisen bestrafen. Das nützt niemandem und diskriminiert die Menschen statt sie zu unterstützen.

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REDEN // 09. Juni 2011

Dieser Gesetzentwurf kommt bis zu 80 000 Tote zu spät

(zu Protokoll gegeben)

Jährlich sterben bis zu 40.000 Menschen an Infektionen, die sie im Krankenhaus erwerben. Die Fraktion DIE LINKE hat bereits vor zwei Jahren einen Antrag zu diesem Problem eingebracht. Keine der Fraktionen hat damals einen Handlungsbedarf gesehen und das Vorhaben der LINKE unterstützt, Krankenhausinfektionen wirksam zu bekämpfen. Nun hat die Bundesregierung endlich ein Gesetz zur Verminderung von Krankenhausinfektionen vorgelegt, das in die richtige Richtung geht. Leider fehlen wichtige Aspekte in dem Gesetz, wie die Antibiotikaverwendung in der Tierhaltung oder der Personalabbau in den Krankenhäusern, der ein großes Hindernis für die Durchsetzung hoher Hygienestandards ist. Zusammen mit dem Gesetz wurde quasi nebenher beschlossen, dass private Abrechnungsstellen sensible Patientendaten erhalten sollen. Das ist ein datenschutzrechtlicher Skandal. ...

REDE IM BUNDESTAG // 13. MAI 2011

Für die Hebammen müssen endlich Taten folgen

Die Hebammen gehen zurecht auf die Straße. Niedrige Entlohnung, hohe Haftpflichprämien zwingen immer mehr Hebammnen die freie Geburtshilfe aufzugeben. Mütter sind so gezwungen, auch wenn sie es anders wollen, ihre Kinder in Krankenhäusern zu bekommen. Die freie Wahl des Geburtsortes ist so nicht mehr gegeben. Die Regierung lässt die Hebammen im Regen stehen. DIE LINKE fordert kurzfristige finanzielle Hilfen und langfristig, die Hebammenhilfe besser aufzustellen und in eine umfassende Bedarfsplanung einzubinden.

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REDE IM BUNDESTAG // 12. MAI 2011

Betroffenen der verseuchten Anti-D Prophylaxe zu ihrem Recht verhelfen

Zwischen August 1978 und März 1979 wurden in der DDR Frauen mit Hepatitis-C-Virus verseuchtem Anti-D-Immunglobulin behandelt. Dadurch erlitten fast 3.000 Personen eine chronische Hepatitis-C-Virusinfektion mit diversen Folgeerkrankungen. Obwohl am 01.01.2000 das Anti-D-Hilfegesetz in Kraft trat, erhielten und erhalten die Betroffenen, fast ausschließlich Frauen, oft nicht die angemessene finanzielle Entschädigung und Unterstützung. Ein wichtiger Grund liegt darin, dass die Frauen den Nachweis erbringen müssen, dass die Prophylaxe der Grund für vorhandene Gesundheitsbeschwerden ist und die Versorgungsämter sehr unterschiedliche Hürden für diesen Nachweis aufbauen. DIE LINKE will, dass den Frauen endlich geholfen wird, zu ihrem guten Recht zu kommen und fordert, dass künftig die Versorgungsämter nachweisen müssen, dass eine Beschwerde nicht durch die Prophylaxe verursacht wurde. 

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REDE IM BUNDESTAG // 07. APRIL 2011

Gesundheitsforschung darf nicht zur Wirtschaftsförderung verkommen

Die Bundesregierung wird nicht müde zu betonen, dass die alternde Gesellschaft das herausragende Problem zukünftiger Gesundheitsversorgung sei. Diese Annahme ist zum einen wissenschaftlich höchst angreifbar. Die Demographie soll vielmehr schuld sein und von schlechter Gesundheitspolitik ablenken. Zum anderen trägt die Regierung in ihrem Rahmenprogramm einer alternden Gesellschaft überhaupt keine Rechnung. Stattdessen wird Gesundheitsforschung als Wirtschaftsförderung verstanden. Der Ansatz zu Prävention ist altbacken und nimmt nicht die Erkenntnisse der Sozial- und Gesundheitswissenschaften zu sozialen Ursachen gesund zu bleiben oder krank zu werden auf.

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REDE // 18. MÄRZ 2011

Selbstbestimmtes Leben und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicherstellen

Fast auf den Tag genau seit zwei Jahren ist die UN-Behindertenrechtskonvention geltendes Recht in Deutschland. Der anlässlich der Ratifizierung eingebrachte Antrag der Linksfraktion, einen Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention aufzustellen daran möchte ich erinnern , wurde von der schwarz-roten Mehrheit abgelehnt. Die FDP hat damals gar die Ratifizierung der Konvention abgelehnt. Wie fatal diese Entscheidungen waren, zeigt sich heute: Für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wurde auf Bundesebene bisher nichts Konkretes getan, makabererweise mit dem Verweis, dass zunächst ein Aktionsplan erstellt werden müsse.

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PODCAST // 4. FEBRUAR 2011

Nach Riester-Rente droht jetzt die Rösler-Pauschale in der Pflege

Schwarz-Gelb plant, einen Kapitalstock in der Pflege einführen. Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner, Studieren sollen einen zusätzlichen Betrag an private Versicherungsunternehmen zahlen, die dieses Geld anlegen. Die Rösler-Pauschale soll allein von den Versicherten bezahlt werden. Die Arbeitgeber sind wieder fein raus. Arm und Reich zahlen den gleichen Betrag. Das hat mit Solidarität nichts zu tun. Eine Kapitaldeckung ist zudem nicht generationengerecht und zukunftssicher. Es ist abenteuerlich, Geld für soziale Zwecke nach der Finanzkrise den Risiken des Kapitalmarktes auszusetzen ... Download auf http://www.linksfraktion.de/podcast/

 

REDE // 27. JANUAR 2011

Armut macht krank - Praxisgebühren und Zuzahlungen abschaffen

Die Fraktion DIE LINKE hat eine große Anfrage an die Bundesregerung gestellt zur sozialen Ungleichheit und Gesundheit (Btg. Drs.: 17/4332). Auf 209 Fragen hat die Bundesregierung teilweise nur unzureichend geantwortet, musste aber eingestehen, dass in Deutschland ein enger Zusammenhang zwischen Armut, Gesundheit und Lebenserwartung besteht. Wer arm ist, ist kränker und stirbt früher. Praxisgebühren und Zuzahlungen stellen insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen ein hohe Hürde beim Zugang zu Gesundheitsleistungen dar. Damit wird das Gesundheitssystem selbst zu einer Ursache für unterschiedliche Gesundheitschancen von armen und reichen Menschen. Daher müssen sie abgeschafft werden. Dass Einkommen über 3712.50 Euro nicht für Krankenkassenbeiträge herangezogen werden, ist willkürlich und bevorteilt Menschen mit hohem Einkommen. DIE LINKE fordert in einem ersten Schritt die Anhebung dieser Grenze (Beitragsbemessungsgrenze) auf 5500 Euro. Damit wäre die Abschaffung der Praxisgebühren und Zuzahlungen gegenfinanziert. ... Download (PDF)

Die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage (Btg. Drs.: 17/4332) als PDF

REDE // 02. Dezember 2010

Verrechnung von NVA-Verletztenrente mit ALG II und Altersrente ist unsozial und ungerecht

(zu Protokoll gegeben)
Angehörigen der Nationalen Volksarmee der DDR, die wegen einer erlittenen Schädigung bei der NVA eine Verletztenrente erhalten, wird diese Rente beim Bezug von Arbeitslosengeld II und beim Bezug von Altersrente angerechnet. Bei Dienstbeschädigten der Bundeswehr geschieht das nicht. Die Fraktion DIE LINKE hat die Bundesregierung aufgefordert, diese Schlechterstellung der NVA-Angehörigen zu beseitigen. Die abschließende Behandlung der entsprechenden Anträge fand am 2. Dezember 2010 statt. Sie wurden durch die Mehrheit von Union und FDP abgelehnt. Grüne und SPD stimmten für das Anliegen der Linken. ...

REDE // 02. Dezember 2010

Anerkennung für gelebtes Leben in Ostdeutschland

19 Anträge der Fraktion DIE LINKE für eine Korrektur der Rentenüberleitung
Hunderttausende ehemalige DDR-Beschäftigte müssen empfindliche Einbußen bei der Rente hinnehmen, weil es Anfang der 90er Jahre bei der Überführung der Altersversorgung Ost zu Fehlern, Versäumnissen und bewussten Diskriminierungen kam. Bisher war noch keine Bundesregierung willens, dies zu korrigieren. Die Fraktion DIE LINKE verlangt erneut eine Lösung der zahlreichen Probleme und hat dazu 19 Anträge vorgelegt. Am 2. Dezember 2010 debattierte der Bundestag darüber ...

Zur Themenseite Rentenüberleitung Ost auf www.linksfraktion.de

REDEN // 23. November 2010

Schwarz-Gelb macht das Gesundheitssystem vollends kaputt

Die Bundesregierung will keine gute Gesundheitpolitik machen - sie will das bewährte solidarische Gesundheitssystem kaputt machen.  Das Defizit bei den Krankenkassen hätte durch das Beenden der Verschiebebahnhöfe - z.B. durch angemessene Beiträge für ALG II Bezieherinnen und -bezieher - geschlossen werden können. Dann hätte es keinen Grund für eine Kopfpauschale gegeben und die 2 Milliarden für einen Sozialausgleich hätten besser verwendet werden können. Sinnvoll wäre das Geld in Gesundheitsförderung und Prävention investiert worden. Es gilt die Menschen gesünder zu machen, statt immer mehr Geld in Krankheitsbehandlungen zu stecken. Das ist die richtige Antwort auf eine älter werdende Gesellschaft und nicht das Umwälzen der Kosten.. ...

REDEN // 30. September 2010

Mit dieser Gesundheitsreform wird die Solidarität zu Grabe getragen

Mit dieser Gesundheitsreform startet die Regierung den dritten großen Angriff auf das Sozialsystem - nach Hartz IV, nach der Zerstörung der Rentenformel ist nun das Gesundheitssystem dran. Zwar gibt die Regierung vor, eine nachhaltige Reform des Gesundheitssywstems zu schaffen, aber diese Reform ist weder nachhaltig - schon in wenigen Jahren wird sich zeigen, das der sogenannte Sozialausgleich aus dem Steuersystem unbezahlbar wird - noch sozial ausgewogen, denn allein dei Beitragszahlerinnen und -zahler werden 3fach belastet: 1. durch höhere Beiträge, 2. durch die Zusatzbeiträge und 3. durch die Steuern für den Sozialausgleich, die auch von den Ärmsten über die Mehrwertsteuer getragen werden. ...

REDEN // 14. September 2010

Schwarz-Gelb hat mit der verdeckten Kopfpauschale eine Zeitbombe gebaut

Bislang liegen dem Parlament nur inoffizielle Dokumente über die Pläne der Bundesregierung zu einem Gesundheitsfinanzierungsgesetz vor. Diese Pläne sehen unter anderem vor, den Beitragssatz zu erhöhen, pauschale Zusatzbeiträge einzuführen, die von den Versicherten zu zahlen sind und den Arbeitgeberanteil einzufrieren. Durch die Anhebung der Beiträge auf 15,5 % werden im nächsten Jahr vermutlich keine Zusatzbeitrage notwendig, aber in den folgenden Jahren steigen die Zusatzbeiträge drastisch an. Damit ist diese verdeckte Kopfpauschale eine tickende Zeitbombe, die ihre Wirkung erst in Zukunft entfalten wird. Die Reform wird mit fadenscheinigen Argumenten begründet, z.B. Arbeitsplätze oder Alterung der Gesellschaft, die so nicht stimmen. ...

REDE // 08. Juli 2010

Gesundheitspolitik von Schwarz-Gelb ohne Perspektive

Die Gesundheitspolitik der Regierung ist mehrfach ohne Perspektive. Trotz Beitragserhöhungen werden bereits 2012 fast alle Kassen Zusatzbeiträge erheben müssen. Tendenz steigend. Die Sparmaßnahmen werden einer Politik mit Perspektive nicht gerecht. Die Regierung löst mit der Sense, statt ungleiche Bedingungen und Strukturen anzugehen. DIE LINKE hat eine Alternative. Sie fordert zur Finanzierung des Gesundheitssystems die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung. Die schafft trotz geringer Beiträge die Voraussetzungen für ein durchdachtes zukunftssicheres Gesundheitssystem ...

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REDE // 07. Juli 2010

Aktuelle Stunde im Bundestag - Martina Bunge: Vorsicht, Kopfpauschale!

07.07.2010 - Die nüchterne Analyse der Regierungspläne für die gesetzlichen Krankenversicherung zeigt: Das Ganze ist Politik für Besserverdienende und Arbeitgeber gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Sie kaschieren, beruhigen und verstecken ihre sozialpolitischen Grausamkeiten unter einem Mäntelchen. Bei dem Konzept von Union und FDP geht es nicht nur um weniger Netto vom Brutto, sondern um eine generelle Verlagerung aller ....

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REDEN // 07. Juli 2010

Vorsicht: Kopfpauschale

Schwarz-Gelb hat am 6. Juli 2010 ihr Eckpunktepapier zur Gesundheitsreform vorgestellt. Im Titel wird behauptet diese sei gerecht, sozial, stabil, wettbewerblich und transparent. Das sind große, wohlklingende Worte. Die nüchterne Analyse zeigt: Das Ganze ist Politik für Bestverdienende und Arbeitgeber gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Die Adjektive im Titel des Eckpunktepapiers, verkommen zu Floskeln, weil außer der Wettbewerblichkeit keins zutrifft. Die Taktik von Schwarz-Gelb ist es hinter dem Mäntelchen, der ohnehin belastenden Erhöhung der Beiträge, die vollig unsozialen Zusatzbeiträge zu verstecken. Bis 10,2 Prozent Gesundheitsbeiträge zahlen Versicherte demnächst, so hoch waren die Beiträge nie. Und alle künftigen Ausgabensteigerungen müssen von den Versicherten getragen werden. Das ist vor allem für Menschen mit geringem Einkommen weniger Netto vom Brutto. ...

REDE // 20. Mai 2010

Rentenüberleitung: Bundesregierung muss endlich handeln

Die Überleitung der Alterssicherungen der DDR in das bundesdeutsche Recht 1991 war auch mit Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen verbunden. Rentenrechtliche Lücken entstanden vor allem dann, wenn es für DDR-typische Regelungen keine bundesdeutsche Entsprechung gab. Viele Ansprüche und Zusagen wurden einfach gestrichen. Nachteile durch die Rentenüberleitung haben zahlreiche Berufsgruppen - ob Krankenschwester, Balletttänzer, Eisenbahner, Polizistin oder Professor. Wir fordern die Bundesregierung erneut auf, 20 Jahre nach Herstellung der Einheit endlich zu handeln und die nötigen Korrekturen vorzunehmen ...

REDEN // 05. März 2010

Dieses Gesetz ist eine Mogelpackung - Zusatzbeiträge abschaffen jetzt!

Das sogenannte Sozialversicherungsstabilisierugsgesetz der Bundesregierung ist eine Mogelpackung. Neben kleinen Verbesserungen stabilisiert dieses Gesetz die Sozialversicherung nicht. Denn Zusatzbeiträge sind kein Zeichen einer stabilen Sozialversicherung. Zusatzbeiträge sind unsozial und werden nur von den arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gezahlt. Die Zusatzbeiträge dienen der Einführung der Kopfpauschale. Die Kopfpauschale ist die Bankrotterklärung der Sozialversicherung. Deshalb darf Die Kopfpauschale keine Realität werden und die Zusatzbeiträge müssen abgeschafft und verhindert werden. DIE LINKE hat dazu einen Antrag eingebracht: Drs.: 17/495. Auf Dauer brauchen wir die solidarische Bürgerinnen und Bürgerversicherung ...

REDEN // 22. Januar 2010

Rede zum Einzelplan Gesundheit des Haushalts der Bundesregierung für 2010

Die Bundesregierung redet das System der gesetzlichen Krankenversicherung tot. Sie behauptet, es seien Fehler im System, dass Finanzlöcher entstehen und dass besserverdienende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Bezieher von Einkommen außerhalb von Arbeitnehmereinkünften nur unzureichend an der Finanzierung beteiligt werden. Statt wirklich Solidarität im GKV-System herzustellen, will sie lieber unsoziale Kopfpauschalen einführen. Die Regierung betreibt eindeutig Klientelpolitik für Privatversicherungen, Pharmaindustrie und andere Profiteure. Im Bereich der Gesundheitsförderng und Prävention ist die Politik der Regierung altbacken. Es geht ihr gar nicht um die Gesundheit der Menschen. DIE LINKE fordert weiterhin ein 1 Mrd. Euro jährlich an Bundesmitteln für Gesundheitsförderung und Prävention. ...

REDEN // 12. November 2009

Rede zur Regierungserklärung und zum Koalitionsvertrag der Bundeserklärung

Der Reformbedarf für die Sicherung einer bedarfsgerechten, wohnortnahen, gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung ist da. Neue Herausforderungen brauchen eine dauerhafte und gerechte Finanzierungsgrundlage. Was geschieht? Die Große Koalition der letzten vier Jahre hat diese Aufgabe nicht gepackt. Der vorliegende Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb wird jeden Tag neu interpretiert; Kollegin Ferner hat die entsprechenden Zitate gebracht. Die Meldungen häufen sich, was alles nicht geht. ...

REDEN // 02. Juli 2009

Auch Verletztenrente früherer NVA-Angehöriger der DDR anrechnungsfrei auf die Grundsicherung für Arbeitsuchende stellen

Die Wehrdienstbeschädigtenrente des Bundeswehrangehörigen gilt bis zur Höhe der Grundrente nach Bundesversorgungsgesetz als privilegiertes Einkommen. Dieser Teil wird demzufolge nicht auf das ALG II angerechnet und kommt dem Betroffenen voll zugute. Anders als bei dem NVA-Angehörigen. Dessen Verletztenrente wird vollständig auf das ALG II angerechnet. Das ist eine Ungleichbehandlung. Zu diesem Schluss kam auch der Petitionsausschuss. Dessen Auffassung, dass diese Regelung nicht sachgerecht und verfassungsrechtlich bedenklich sei hat sich der Bundestag in seiner Beratung vom 5. Juli 2007 zu eigen gemacht. ...

REDEN // 02. Juli 2009

Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Leben am Lebensende“ (BT-Drs. 16/9442)

Mit der gesetzlichen Verankerung von Patientenverfügung schafft der Gesetzgeber eine Grundlage, das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende zu schützen und zu verwirklichen. Aber das reicht nicht aus. Ein würdiges Altern und die Selbstbestimmung der Menschen an ihrem Lebensende fordern insbesondere eine wirkliche Reform der Pflegeversicherung sowie den konsequenten Ausbau der Palliativversorgung und der Hospizangebote. ...

REDEN // 02. Juli 2009

Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgaben stärken – Gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen

Die Bundesregierung hat vor allem durch die Verweigerung der CDU/CSU beim Präventionsgesetz und ebenso bei der Prävention versagt. Statt dessen hat die Regierung Aktionismus betrieben: Sehr viele Programme, aber ohne Zielgenauigkeit und ausreichende Qualitätskontrolle konstatiert der Sachverständigenrat. Die FDP legt einen Antrag vor, der ihrer Gesundheitspolitik gerecht wird: Gegen Solidarität für Rationierung, Privatisierung und Kapitalisierung. DIE LINKE hat einen Antrag für ein Präventionsgesetz vorgelegt, der den Ansprüchen des Sachverständigenrats gerecht wird: In seinem Zentrum steht die Verminderung sozial bedingter Gesundheitschancen. Wir fordern eine vernünftige Gesundheitsförderung und Prävention und eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik. Dazu brauchen wir ein Präventionsgesetz, wie von der Fraktion DIE LINKE im Antrag (16/7471)gefordert. ...

REDEN // 18. Juni 2009

Die Koalition hat beim Versandhandel versagt

DIE LINKE im Bundestag tritt dafür ein, den Versandhandel auf rezeptfreie Arzneimittel zu begrenzen. CDU/CSU und SPD versprachen, die Sache insgesamt zu prüfen und ggf. zu handeln. Doch was ist passiert? Nichts. Den großen Versprechen folgten keine Taten. Heute verstrich die letzte Möglichkeit, etwas zu tun. Die 15. Novelle des Arzneimittelgesetzes ist verabschiedet. Der Versandhandel mit Medikamenten spielt darin keine Rolle. CDU/CSU und SPD haben ihre Chance verpasst, einen Fehler zu korrigieren. ...

REDEN // 13. Mai 2009

Zum Antrag der FDP-Fraktion: Lebendspenden bei der Transplantation von Organen erleichtern (BT-Drs. 16/9806)

Gut gemeint, schlecht gemacht und in der Wirkung fatal. – So lässt sich der Antrag der FDP auf den Punkt bringen. Immerhin greift die FDP-Fraktion mit ihrem Antrag ein wichtiges, ein lebenswichtiges Thema auf: Die Transplantation von Organen. Nach wie vor warten in Deutschland fast 12 000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Dem steht nach wie vor eine vergleichsweise geringe Anzahl von gespendeten Organen gegenüber. Die FDP will diesem Problem begegnen, indem die Organ-Lebendspende erleichtert werden soll. Das Transplantationsgesetz soll von unnötigen Hürden befreit werden. Aber statt Probleme zu lösen, macht die FDP in ihrem Antrag einen gefährlichen Denkfehler nach dem anderen. ...

REDEN // 27. März 2009

Rede von Martina Bunge, DIE LINKE, zu Protokoll zu TOP 24 „Schutz vor Passivrauchen in der Gastronomie“ am 26.3.2009

das Versagen der Bundesregierung um den Schutz vor Passivrauchen insbesondere in Gaststätten ist ein Lehrstück mangelnden politischen Willens und/oder Könnens. Es ist ein markantes Beispiel einer Politik, die keine Verantwortung für unbequeme Entscheidungen übernehmen will, aber trotzdem Entscheidungen ankündigt, die sie aber in Wirklichkeit nie treffen oder durchsetzen will. ...

REDEN // 23. März 2009

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften

mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften wird die Umsetzung der EU-Verordnungen 1901/2006 und 1394/2007 zum Anlass genommen, ein komplexes Sammelsurium von Gesetzesänderungen vorzulegen. Das erscheint nachvollziehbar, ist es doch eine der letzten Möglichkeiten für die Bundesregierung, erforderliche Änderungen auf den Weg zu bringen. Allerdings sagt es viel über die Arbeitsweise der Bundesregierung aus, dass wieder einmal Fehler früherer Gesetzesänderungen korrigiert werden müssen. ...

REDEN // 04. März 2009

Sozialpolitisches Fachgespräch der Volkssolidarität: Gesundheitspolitische Anforderungen an die Versorgung älterer Menschen

Lassen Sie mich meine Aufführungen mit einem Zitat von Voltaire beginnen: „In der ersten Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben; in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen“. Der französische Philosoph und Schriftsteller lebte von 1694 bis 1778, wurde für seine Zeit sehr alt und erkannte schon damals den Zusammenhang, mit dem wir uns heute mehr oder wenig erfolgreich herumschlagen. ...

REDEN // 12. Februar 2009

Wir brauchen eine gemeinsame Verantwortung für soziale Risiken

Der Antrag der FDP zielt darauf ab, die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger in der Gesundheitsversorgung abzuschaffen. Er stellt die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Damit werden die sozial Benachteiligten und die Kranken mit Ihren Belastungen allein gelassen. Armut und Krankheit sind aber nicht selbst gewählt, daher kann niemand dafür zur Verantwortung gezogen werden. Die soziale Ungleichheit führt massiv zu ungleicher Gesundheit. Wir brauchen daher ein zukunftorientierte solidarisches Gesundheitssystem, dass präventiv ist und eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik. Die Finanzierung muss über eine solidarische Bürgerinnen und Bürgerversicherung gestaltet werden. ...

REDEN // 29. Januar 2009

Gerechte Lösung für die rentenrechtliche Situation von in der DDR Geschiedenen

Endlich, so möchte ich den Einbringerinnen und Einbringern dieses Antrags zurufen, wagt sich mal jemand offiziell aus der „Deckung“. Seit Jahren macht meine Fraktion mit eigenen Anträgen auf die vielen Unzulänglichkeiten aufmerksam, die bei der Überleitung der Alterssicherungsansprüche aus DDR-Zeiten ins bundesdeutsche Recht mit dem RÜG/AAÜG 1991 entstanden. Zumeist erfuhren unsere Initiativen keine bzw. nur ablehnende Reaktionen bei den anderen Fraktionen. Nun packt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen eigenen Antrag mit einem Detailproblem zu unseren Vorschlägen dazu ...

REDEN // 18. Dezember 2008

Regierung sollte endlich aktiv gegen Passivrauch werden

Die negativen Wirkungen des Rauchens und des Passivrauchens sind hinlänglich bekannt. Ich könnte an dieser Stelle die gesundheitlichen Folgen für ungeborene Kinder, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Raucher/innen wie für diejenigen, die dem Rauch ausgesetzt sind, noch einmal aufzählen. Ich tue es nicht, denn die Frage um die Schädlichkeit des Rauchens ist längst beantwortet. Diese Diskussion ist abgeschlossen. Tabakrauch ist gesundheitsschädlich, egal in welcher Dosierung und in welcher Form, ob aktiv oder passiv und bei wem ... ...

REDEN // 18. Dezember 2008

Kurzintervention: Debatte zur Krankenhausfinanzierung

Dr. Martina Bunge (DIE LINKE): Herr Präsident, danke.

Kollege Hovermann hat behauptet, dass ich als Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern die Krankenhausinvestitionen verringert habe. Sie erlauben mir einige Sätze, um hier den Mechanismus des Herangehens darzulegen. Mecklenburg-Vorpommern stand unter dem Druck der notwendigen Haushaltssanierung. Sie wissen, dass die erste rot-rote Regierung natürlich beobachtet wurde.

(Jens Spahn [CDU/CSU]: Hört! Hört!)

Dadurch wurde die Sicherung der Krankenhausinvestitionen schwierig.

(Daniel Bahr [Münster] [FDP]: Das weckt bestimmt das Bewusstsein!)

Alle Bundesmittel, die als Fördermittel bereitgestellt wurden, wurden aber voll und ganz kofinanziert. Deshalb ist die Forderung der Linken heute, ein Bundesprogramm aufzulegen, das in gleicher Höhe von den Ländern kofinanziert wird. Das reizt nämlich zu Investitionen an. Dadurch könnte der Investitionsstau in zehn Jahren abgebaut werden. Danke.

(Jens Spahn [CDU/CSU]: Schon mal etwas von Föderalismus gehört? – Daniel Bahr [Münster] [FDP]: Das ist Aufgabe der Länder!) ...

Plenarprotokoll 16/196 Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht (PDF)

REDEN // 05. Dezember 2008

Statement auf dem Kongress "Armut & Gesundheit" zu Prävention und Gesundheitsförderung

Gesundheit ist stark abhängig von der sozialen Lage. Menschen mit niedrigem Ein-kommen, Bildungsniveau oder einer niedrigen und unsicheren beruflichen Position ster-ben in der Regel früher und sind früher von Krankheiten und Beschwerden betroffen. Kurz gesagt: Armut macht krank. Das sind keine Neuigkeiten. Gerade, weil es nicht neu ist, sollte man meinen, dass die-se Erkenntnis zu politischen Maßnahmen führt. Aber an der Bundesregierung ist diese Erkenntnis bislang vorübergegangen, ohne nur den geringsten Niederschlag in ihrer Politik zu finden. Im Gegenteil: Leider hat die Politik der letzten Jahre ...

REDEN // 04. Dezember 2008

Rede zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN: Wirksamen Schutz vor Glücksspielsucht gewährleisten (BT-Drs. 16/10878)

Die Glücksspielsucht in Deutschland ist ein großes, wenn auch leider viel zu wenig beachtetes Problem. Besondere Bedeutung kommt dabei den Glücksspielautomaten zu. Genau bei diesen kommt der Bundesregierung mit ihrer Änderung der Spielverordnung im Januar 2006 wieder einmal eine unrühmliche Rolle zu. Sie wollte die Automatenaufsteller wirtschaftlich unterstützen. So durften diese ab 2006 wieder mehr Automaten in Gaststätten aufstellen und der Spielverlust pro Stunde wurde erhöht. Gewinne der Aufsteller auf der einen Seite führen natürlich zu Verlusten auf der anderen Seite. ...

REDEN // 27. November 2008

Rede zum Haushaltsenwurf der Bundesgesundheitsministerin

Seit Wochen dreht sich die Debatte um den Gesundheitsfonds mit seinen rund 167 Milliarden Euro. Der Einzelplan des Bundeshaushalts, über den wir heute sprechen und zu befinden haben, ist dagegen sehr bescheiden. Für das Jahr 2009 sind ganze 4,45 Milliarden Euro vorgesehen. Die Ministerin sagte es gerade: 4 Milliarden Euro davon sollen an den Fonds gehen. Also nur mit Aufwendungen im Null-Komma-Milliarden-Bereich will die Bundesregierung gesamtgesellschaftliche Aufgaben für die Gesundheit der Bevölkerung befördern...

REDEN // 07. November 2008

Grußwort auf dem Apothekertag Mecklenburg-Vorpommern 2008 in Heringsdorf

Der diesjährige Deutsche Apothekertag findet zu einer Zeit statt, in der wir einen tief greifenden Umbruch im bundesdeutschen Gesundheitssystem erleben. Die große Koalition von CDU/CSU und SPD hat mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz bereits Anfang 2007 die Weichen für die Einführung des Gesundheitsfonds gestellt. Gegenwärtig befinden wir uns in der heißen Phase der Umsetzung ...

REDEN // 26. Juni 2008

Apotheken stärken statt Versandhandel ausbauen

Rede zum Antrag der Fraktion DIE LINKE „Für eine qualitätsgesicherte und flächendeckende Arzneimittelversorgung - Versandhandel auf rezeptfreie Arzneimittel begrenzen (BT-Drs. 16/9754)
Mit ihrem Antrag fordert die Fraktion DIE LINKE im Bundestag die Bundesregierung auf, einmal vorausschauend zu agieren, nicht alles über den Markt „regeln“ zu lassen und hinterher vor einem Zustand zu stehen, den man eigentlich so nicht gewollt hatte ...

Rede // 25. April 2008

Kurzintervention: Über die "Pfründe" von Akademikerinnen und Akademikern

Am 25. April 2008 wurden 17 Anträge der Fraktion DIE LINKE zur Korrektur der Rentenüberleitung in erster Lesung im Bundestag behandelt. Redner zu diesem für Ostdeutschland wichtigen Thema war Fraktionsvorsitzender Dr. Gregor Gysi. Dr. Martina Bunge, Verantwortliche der Fraktion für die Probleme der Rentenüberleitung, stellte mehrere Zwischenfragen. Mit einer Kurzintervention reagierte sie auf eine Äußerung des SPD-Abgeordneten Anton Schaaf. Dieser hatte unter anderem gesagt: ...

Rede // 14. MÄrz 2008

Grundlegende Reform der Pflegeversicherung überfällig

Martina Bunge in der Debatte über den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung
Herr Präsident! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! ...

Rede // 21.02.2008

Diäten können ein Einstieg in spätere Essstörungen wie Magersucht sein

Die moderne Frau soll stark, unabhängig, erfolgreich und natürlich attraktiv sein, wobei attraktiv häufig mit schlank gleichgesetzt wird. Einen wesentlichen Beitrag hierzu liefern unzählige direkte und indirekte Werbebotschaften, die Frauen in einem vermeintlich perfekten, weil schlanken Körper zeigen. ...

Rede // 14.12.2007

Präventionsgesetz muss endlich her!

Rede zur Bundestagsdebatte um die Oppositionsanträge zu einem Präventionsgesetz
Alle Jahre wieder kommt nicht nur Weihnachten, sondern auch eine Debatte über das Präventionsgesetz. Aber mal im Ernst: Der größte Weihnachtswunsch der Deutschen ist in diesem Jahr Gesundheit und Wohlbefinden. ...

Rede // 07.11.2007

Anforderungen an Prävention und Gesundheitsförderung aus sozial bedingt unterschiedlichen Gesundheitschancen

Beitrag auf dem 2. Heidelberger Dialog „Gesundheitswesen und Sozialpolitik“
Die soziale Ungleichheit nimmt zu. Ausschlaggebend hiefür sind u. a. die hohe Erwerbslosigkeit, die zunehmende Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung sowie der Abbau sozialstaatlicher Leistungen. Noch nie war die Kluft zwischen Arm und Reich in der Bundesrepublik so groß wie heute. Die Tatsache, dass auch die Gesundheit erheblich durch sozioökonomische Merkmale beeinflusst wird, ...

Rede // 27.09.2007

Grußwort an den Deutschen Apothekertag 2007 in Düsseldorf

Eine Ausweitung des Versandhandels sowie eine Aufhebung des Mehrbesitzverbotes für Apotheken ist für DIE LINKE nicht zu machen. Dtl. braucht auch weiterhin die unabhängige und wohnortnahe Apotheke. Die Profiteure an den immensen Kostensteigerunen sehen wir nicht bei den Apothekern: Es sind der Staat, der den höchsten Mehrwertsteuersatz in Europa für Medikamente einstreicht sowie die Pharmakonzerne, deren Treiben erst durch die Einführung einer Positivliste Einhalt geboten werden kann.

Rede // 10.05.2007

Nationaler Aktionsplan – eher Aktionismus denn Strategie!

Rede von Martina Bunge zur Regierungserklärung „Gesunde Ernährung und Bewegung – Schlüssel für mehr Lebensqualität“
Ein nationaler Aktionsplan steht an. Viele – wir haben es heute gehört – sind euphorisch. Ich bin eher skeptisch. Warum? Was hier vorliegt, ist eher Aktionismus denn eine Strategie; das sage ich klipp und klar.
(Beifall bei der LINKEN)
So richtig es ist, für die Beförderung einer gesunden Lebensweise alle einzubeziehen – alle Ministerien, Bund und Länder, die Medien, die Wissenschaft, die Wirtschaft, das Gesundheitswesen, den Sport, die Sozialversicherungen –: Der Knackpunkt ist, mit welcher Zielstellung miteinander verhandelt und diskutiert wird.
An dem Ansatz der Regierung gibt es aus meiner Sicht drei wesentliche Kritikpunkte. Erstens.  ...

Rede // 27.04.2007

Koalitions-Gesetzentwurf zum Nichtraucherschutz ist kein Quantensprung!

Rede zur Bundestagsdebatte um umfassenden Nichtraucherschutz in Deutschland
Das Rauchen hat in Deutschland, wie in vielen Ländern, eine lange Tradition. Hier wie überall wirkt Nikotin auf die Psyche. Insofern wird diese Debatte natürlich hochemotional geführt, auch in meiner Fraktion. Trotz allem sollten wir aber nicht vergessen: Es geht um die Rechte der 73 Prozent der Bevölkerung, die Nichtraucherinnen bzw. Nichtraucher sind. Es geht vor allen Dingen um die Kinder und Jugendlichen. Es geht um die Vermeidung von Leid durch Tod und schwere Erkrankungen. ...

Rede // 08.03.2007

Bundestag sofort rauchfrei = exemplarische Frage der Glaubwürdigkeit von Politik

Rede zum Rauchverbot im Bundestag - Antrag der Grünen (DrS 16/4400) -
08.03.2007
Diese Debatte hätte heute Morgen stattfinden sollen, wo die Chance für höhere Anwesenheit als jetzt gegeben wäre, denn dieser TOP geht uns alle an. ...

 

Rede // 02.02.2007

Vorgehen der Regierung bei Gesundheitsreform - Entmündigung des Parlaments

Dem heute vorgelegten Gesetzentwurf kann ich aus vier Gründen nicht zustimmen: Erstens. Der Gesetzentwurf löst die Probleme, des Gesundheitssystems nicht, im Gegenteil, es werden noch neue geschaffen. Zweitens. Die Finanzierungsgrundlagen und -aussichten sind völlig unsolide. Drittens. Die spezifischen Probleme Ost – drohende gesundheitliche Unterversorgung – werden unzulänglich angepackt...

Rede // 21.11.2006

10 Milliarden mehr wären im System der GKV gut aufgehoben. Machen Sie Gesetze, die den Patientinnen und Patienten helfen!

10 Milliarden mehr wären im System der GKV gut aufgehoben. Wir leben mittendrin in den Herausforderungen, die sich aus der Alterung der Gesellschaft und aus dem medizinischen Fortschritt ergeben, und wir haben dieses Problem mit dem gleichen Anteil zum Leistungsvermögen der Gesellschaft bisher bewältigt.
Es ist hohe Zeit, dass mehr Geld ins System kommt.

Rede // Oktober 2006

Was macht ihr eigentlich da in Berlin?

Eine kleine Bilanz zeigt: Vieles ist getan – und vieles bleibt zu tun
Was macht ihr da eigentlich in Berlin? Das werden wir Abgeordnete häufig gefragt, nicht selten mit einem Vorwurf in der Stimme. Es stimmt. Nicht alles, was wir im Bundestag machen, findet den Weg in die Öffentlichkeit. Schon gar nicht, wenn es sich um  Oppositionspolitik handelt. Als Fraktion DIE LINKE. müssen wir uns zudem nicht nur gegen die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD, sondern auch gegen die beiden anderen Oppositionsparteien FDP und Grüne behaupten.

Rede // 24.10.2006

Die Herausforderungen aus der Alterung der Gesellschaft und dem medizinischen Fortschritt sind groß.

Außerordentlicher Dt. Ärztetag - 24.10.2006

Rede // 29.09.2006

Mehr Sport und Bewegung ist die beste Gesundheitsreform.

Den Grundtenor Ihres Antrages, verehrte Kolleginnen und Kollegen von den Koalitionsfraktionen, kann ich, kann meine Fraktion begrüßen.
(Reinhold Hemker [SPD]: Schön!)
Ja: Sport und Bewegung gehören zu einer gesunden Lebensweise und sie müssen gefördert werden. Als Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit sage ich: Mehr Sport und Bewegung ist die beste Gesundheitsreform.

Rede // 27.09.2006

Gesundheitsreform - wie sieht die aktuelle Situation aus?

Die große Koalition ist angetreten, die Herausforderungen der Zukunft anzupacken und zu bewältigen.
(Beifall des Abg. Olaf Scholz [SPD])
Die Gesundheitsreform wurde als eine solche Herausforderung, wenn nicht als die wesentliche bezeichnet. Doch wie sieht die aktuelle Situation aus?

Rede // 29.06.2006

Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht pleite - sie wird schlecht geredet

Mit den vorliegenden Oppositionsanträgen diskutieren wir zum wiederholten Mal in dieser Legislaturperiode über die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine nachhaltige Finanzreform ist uns von den Koalitionären angekündigt worden. Auf dem Tisch liegen aber nur Spekulationen, nicht mehr ...!

Rede // 09.02.2006

Rede zum Dienstbeschädigungsausgleichsgesetz

auf der ersten Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und der SPD eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung von Vorschriften des Sozialen Entschädigungsrechts und des Gesetzes über einen Ausgleich von Dienstbeschädigungen im Beitrittsgebiet

Rede // 01. Dezember 2005

Rede zur Regierungserklärung

stenografischer Bericht von der 5. Sitzung

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